Acht Jahre alt.
Und aktueller als am Tag der Aufnahme.​

Eine siebenteilige Videoserie über Orientierung in einer Welt, die sich schneller ändert, als du planen kannst. Aufgenommen 2018 – als der Auslöser noch Digitalisierung hieß.​

2018 haben Renate Schmidt und Markus Kämmerer sieben Folgen über eine einzige Frage aufgenommen: Wie bleibst du handlungsfähig, wenn die Welt nicht mehr planbar ist?

Damals hieß der Auslöser Digitalisierung. Heute heißt er KI. Die Frage ist dieselbe geblieben – sie ist nur dringender geworden.

Ich habe die Serie jetzt aus dem Archiv geholt, weil mir beim Wiedersehen etwas aufgefallen ist: Alles, was wir damals beschrieben haben, ist eingetreten. Die Entscheidungen, die niemand mehr für dich trifft. Das Wissen, das schneller altert, als du es aufbauen kannst. Die Sicherheit, die kein Arbeitsvertrag mehr liefert. Wir haben das 2018 an der Digitalisierung festgemacht – die KI hat es seitdem nur beschleunigt.

Und deshalb lohnt sich die Serie heute mehr als damals: Sie beantwortet die Frage nicht mit Werkzeugen, sondern eine Ebene tiefer. Werkzeug-Wissen ist nach sechs Monaten veraltet – das war 2018 so und gilt heute erst recht. Was die Serie stattdessen behandelt, altert nicht: wie du Komplexität von Kompliziertheit unterscheidest. Wie du entscheidest, was du weglässt. Woher deine Energie kommt, wenn äußere Strukturen sie nicht mehr liefern. Und wie du dich selbst hältst, wenn außen nichts mehr hält.

Das sind Lebensprinzipien, keine Tipps. Genau darum haben sie die acht Jahre überstanden.

Woran du merkst, dass es hält

Du wirst in der Serie Skype hören, ein Zeitungsabo als Beispiel und eine Videoqualität von 2018 sehen. Ich habe das absichtlich so gelassen – es ist der Test. Ein Gedanke, der trotz veralteter Beispiele sofort auf deine heutige Lage passt, war kein Trend. Er war ein Prinzip. An einigen Stellen wirst du stutzen, wie präzise 2018 schon beschrieben war, was du gerade erlebst. Renate erzählt in der ersten Folge von einem Werkbesuch, bei dem ein Mensch neben einer künstlichen Intelligenz arbeitete – sie nennt es Science-Fiction pur. Das ist acht Jahre her.

Die Kapitel

1 — Komplex ist nicht kompliziert
Warum du manche Dinge nicht mehr durchdringen kannst, egal wie viel Mühe du dir gibst – und warum das nicht an dir liegt. Die Unterscheidung, auf der alles Weitere aufbaut.

2 — Die goldene Uhr
Woher dein Bedürfnis nach Planbarkeit kommt: hundert Jahre Arbeitswelt, die Sicherheit versprochen und geliefert hat. Wenn du verstehst, was da wegfällt, verstehst du, warum sich Arbeit heute oft falsch anfühlt.

3 — Verantwortung ohne Macht
Entscheidungen wandern zu dir, ob du willst oder nicht – am Projekt, am Kunden, im Alltag. Diese Folge zeigt den Widerspruch, in dem du dabei steckst, und endet mit einer Entscheidung, die nur du treffen kannst.

4 — Kein Schritt 1, 2, 3
Warum Ratgeber und Trainings dir Wissen geben, aber keine Haltung – und was der Unterschied ist. Dazu die Geschichte eines Mannes, der sich seine Arbeitszeit zurückgeholt hat, bis Zeit für einen Hund übrig blieb.

5 — Füttert es mein Ziel?
Die Frage, mit der du entscheidest, was du weglässt. Und warum Weglassen wehtut: Reduktion ist ein Verlust, und der darf betrauert werden, bevor er leichter macht.

6 — Woher die Energie kommt
Körper, Beziehungen, Geld, Routinen – die Quellen, aus denen du Kraft ziehst, wenn Struktur von außen sie nicht mehr liefert. Mit einem Satz über Statussymbole, der 2018 gewagt klang und heute Alltag ist.

7 — Wo steht heute der Kaffee?
Dein Kaffee steht jeden Morgen an einem anderen Platz. Ärgerst du dich – oder suchst du neugierig? Die letzte Folge bündelt alles in der Königsdisziplin: dich selbst zu halten, wenn außen nichts mehr hält.

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