Ausprobiert in Dubai: Die Kosten des Auslandseinsatzes von Kreditkarten

Der Einsatz von Kreditkarten im Ausland kostet möglicherweise Geld, wenn die Zahlung nicht in der Währung deines Kartenkontos abgebucht wird. Die Kosten setzen sich hierbei aus zwei Komponenten zusammen: Dem Kurs, der für die Währungsumrechnung verwendet wird und einer möglichen Fremdwährungsgebühr, welche der Kreditkartenanbieter verlangt.

Um wirklich realistische Daten zu erhalten, habe ich es einfach ausprobiert: In Dubai hatte ich Möglichkeiten zwei Tickets zeitgleich zu kaufen, aber mit zwei verschiedenen Kreditkarten zu zahlen. Ich habe dafür meine Revolut Visa Debitkarte und meine American Express Platinum Karte verwendet.

Das Ticket kostete 68,25 VAE Dirham (AED). Die Revolut Karte hat mir dafür 17,08 € abgezogen, die American Express 17,44 € (inkl. 34 Cent Gebühren). Wir schauen uns die Zahlen genauer an:

Revolut verlangt  bis 1000 € pro 30-Tage-Zeitraum keine Pauschale für den Währungsumtausch. Weiterhin fallen 0,5% an – außer in den Premium- und Metal Plänen von Revolut. An Wochenende kommt eine Umtauschgebühr von 1% dazu. Im Metal Plan werden 1% der Fremdwährungsumsätze mit der Revolut VISA bis zur maximalen Summe von 13,99 € (dem Preis des Metal-Plans) gutgeschrieben. Effektiv liegen die Gebühren für die Zahlung in den gängigen Fremdwährungen bei Revolut zwischen -1% und 1,5%.  Mehr Details hier. Es ist nicht nötig, ein AED Währungskonto anzulegen, die Umrechnung passiert automatisch.

In meinem Experiment war der Wechselkurs war 1 AED = 0,2503 € ohne Gebühren.

Bei American Express ist es einfacher: Es werden pauschal 2% Fremdwährungsgebühren verlangt (bei den Business-Karten 2,5%).

In meinem Experiment betrug der Wechselkurs bei der American Express  1 AED  = 0,2506 €. Damit war der Umtauschkurs etwa 1 Promille schlechter als bei Revolut, was inkl. Rundungsfehler 2 Cent mehr kostete. Die Währungsumrechnung hat zusätzlich die erwähnten 2%, also 34 Cent ausgemacht. Das erscheint nicht viel, sammelt sich aber. Allein bei der Bezahlung des Hotels wären es bei der Zahlung mit American Express 30 € mehr gewesen, also bei der Zahlung mit Revolut.

Fazit: Je nach Wochentag- und Zeit ist es 1-2% teurer, mit der American Express zu zahlen, dafür erhält man  1 bis 1,5 Membership Rewards (MR) pro €, die es nicht gibt, wenn man mit Revolut bezahlt. Die 1% Mehrpreis sind die MRs ganz sicher wert, evtl. sogar die 2%, wenn man die Punkte gut einsetzen kann. Wer den Membership Rewards Turbo nutzt, kommt sogar noch besser weg. Wer sowieso schon ein Revolut Metal-Abo hat, sollte an Wochenendtagen und bis 1.400 € im Monat die Revolut Karte nutzen und ansonsten die American Express. Wenn du unbedingt schnell punkten möchtest, nimmt immer die Amex, so sie akzeptiert wird.
In Dubai wird bei öffentlichen Stellen (wie der Metro, Taxi) keine Amex akzeptiert, bei privaten Einrichtungen zu vielleicht 80 %. Die Miles & More Kreditkarten kannst du in der Tasche lassen: Sie kosten 1,95 % Fremdwährungsgebühren.

Pro-Tipp: Wenn du an der Kasse gefragt wirst, ob du den Betrag z.B. in Euro umgerechnet haben möchtest und damit in Euro zahlst, solltest du unbedingt ablehnen. Die Umrechnungskurse sind viel schlechter, als was dir selbst die teuerste Kreditkarte anbieten würde. Zahle also immer in der Landeswährung.

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